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„Mankind's first musical performance
 
couldn't have been anything other than a
 
free improvisation.“

-- Derek Bailey, improvising guitarist, 1930 – 2005

            


 
4. freejazzfestival saarbrücken, 21. bis 25. märz 2018:
 
 
auftakt, mi., 21. märz '18, 20:00 uhr:

 

stiftung demokratie saarlandes

 

- Felix Kloptek: Vortrag "50 Jahre Freejazz"

 

 

Felix Klopotek, geboren 1974, lebt und arbeitet in Köln. Seit 1995 schreibt er unter anderem für Spex, testcard, Jazzthetik, Jungle World und den WDR. Er produziert Tonträger für das Label Grob und kuratiert die musikalische Veranstaltungsreihe "Jack Pohl stellt vor ?".

Ausgehend von historischen Größen wie John Coltrane, Ornette Coleman, Albert Ayler und Cecil Taylor hat sich die Improvisierte Musik bis in unsere Tage nicht nur weiterentwickelt, sondern auch neue Ausdrucksformen gefunden. Freie Improvisation ist längst nicht mehr nur ein Phänomen des Jazz, sondern ein weitverzweigtes Ausdrucksmittel musikalischer – und damit zum Teil auch politischer – Emanzipation.
Felix Klopotek, ein genauer Kenner der Szene, betrachtet die Geschichte des Free Jazz und seiner Ableger nicht aus einer Perspektive des Vergangenen, sondern aus der Gegenwart heraus. Hier wird nicht nostalgisch Jazzvergangenheit glorifiziert, sondern Improvisation als Teil einer sozialen Praxis betrachtet.

                              

 

- SPIELRAUMWORKSHOPBAND, Leitung: Christof Thewes

 

 

 

 

Der Posaunist Christof Thewes (* 1964 in Quierschied, D) ist seit Jahren als Leiter und Komponist unzähliger eigener Ensembles – die alles zwischen Solo bis Big Band abdecken – und als Sideman so bekannter Gruppen wie dem Globe Unity Orchester und der Uli Gumpert Workshop Band musikalisch aktiv. Er hat in mehr als 30 Jahren mit vielen namhaften und legendären Jazzern wie Alex Schlippenbach, Evan Parker, Rudi Mahall, Albert Mangelsdorff, Gerd Dudek, Paul Lovens u.v.a. in ganz Europa, Mittel- und Südamerika oder Kanada konzertiert und dabei einen unverwechselbaren Sound entwickelt.

 

 

 

 

 

 

prolog, do., 22. märz '18, 20:00 uhr:

 

kino 8 1/2

 

- Dokumentarfilm:

"ROHSCHNITT PETER BROETZMANN, Eine Jazz-Odyssee, von Wuppertal bis China", 2014, Regie: Peter Sempel, 98 Min.

 

Peter Sempel, (*1954) in Hamburg geboren, dreht seit 1981 Filme u. a. über Blixa Bargeld und Nick Cave (Dandy, 1988), Jonas Mekas, Kazuo Ohno, Ginsberg, Nina Hagen, Flamenco, Lemmy und Jonathan Meese.

>> http://www.sempel.com/

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Beobachtungen eines Menschen, der in Musik und Kunst immer seinen sehr eigenen Weg gegangen ist: Peter Brötzmann. Er ist schon über 50 Jahre „on the road“, wird von manchen als irre bezeichnet, von anderen als „Godfather of Freejazz“ weltweit gefeiert. Voller Improvisationslust entwickelt er seine extreme Musikwelt zwischen gewaltigen Kraftausbrüchen und feinsten Traumfantasien, ein Poet mit Saxophon, Klarinette und Tarogato. Rohschnitt Peter Broetzmann (Eine Jazz-Odyssee, von Wuppertal bis China) begleitet den Musiker bei Auftritten in Hamburg, Warschau, London, Remscheid, New York, San Francisco und Shenzhen – und privat in seinem kleinen Garten zuhause in Wuppertal. Ein stiller, sehr nachdenklicher Künstler.

 

- Liveperformance zu Experimentalfilm:

     SPIELRAUMFILMMUSIKBAND

 

- OBERG / EBERHARD:

Uwe Oberg - klavier
Silke Eberhard - saxophon
 

Der Pianist Uwe Oberg (* 1962 in Offenbach, D) ist seit 1986 Mitglied der KOOPERATIVE NEW JAZZ / ARTist Wiesbaden. Seit den 80er Jahren ist er in zahlreichen Kontexten aktiv. Mit dem international besetzten Quartett ROPE ist es freie Improvisation, LACY POOL widmet sich vor allem Steve Lacys Kompositionen, und im Duo mit SILKE EBERHARD spielt er Musik, die mit Paul Bley verknüpft ist, als auch eigene Stücke. Ferner sucht er immer wieder improvisatorische Begegnungen, etwa im Duo mit Xu Fengxia oder im Trio CUSH mit Saadet Türköz und Paul Lovens. Weitere Kooperation mit: Alfred Harth, Peter Kowald, Tony Oxley, Matthias Schubert, Uli Phillipp, Sven-Ake Johansson, Jazzensemble des HR, Rudi Mahall, Evan Parker, Axel Dörner, Heinz Sauer, Subroto Roy Chaudhuri, Rajesh Mehta, Carl Ludwig Hübsch, Urs Leimgruber, Frank Gratkowski, u.v.a.

 

 

 

 

 

 

Die in Berlin wohnende Saxophonistin und Komponistin Silke Eberhard (* 1972 in Heidenheim, D) studierte u.a. bei Rudi Mahall und David Liebman. Sie arbeitet mit Aki Takase in verschiedenen Duo- und Quartett-projekten, spielt im Trio mit Jan Roder und Kay Lübke, im Duo mit Ulrich Gumpert und präsentiert mit dem Projekt Potsa Lotsa neue Arrangements der Werke von Eric Dolphy für ein ausschließlich aus Bläsern bestehendes Quartett. Sie spielte Konzerte mit Wayne Horvitz, Dave Burrell, Gerry Hemingway, Michael Zerang und vielen anderen. 2004 und 2005 war sie Gastprofessorin an der Pontificia Universidad Javeriana Bogotá in Kolumbien.


 

während der festivaltage:

live-actionpainting von "Jorgo" Schäfer

 

 

Jürgen „Jorgo“ Schäfer ist Maler und Cartoonist, und er liebt Jazz – am meisten die freie, offene Form. Die Nähe zu dieser Musik ist gewachsen über Jahrzehnte, sie wurde initiiert und intensiviert durch die Freundschaft zu Peter Kowald (gest. 2002), dem Wuppertaler Free-Jazz-Bassisten und Mitbegründer des „vision festivals“. Diese Verbundenheit mit dem Jazz führte Jorgo Schäfer zu einem ganz eigenen künstlerischen Ausdruck. Er skizziert, er zeichnet, er malt, während die Musiker auf der Bühne spielen und improvisieren. Hören und Sehen sind im sinnlichen Wechselspiel, Aufnehmen und Ausagieren fallen ineins, Musik und Malerei laufen parallel. Parallelen treffen sich im Unendlichen: Hör-Bilder entstehen.

>> www.jorgo-art.de


 
 

1. festivaltag fr., 23. märz '18, 19:30 uhr:

kleines theater im rathaus,

eingang unter den arkaden in der betzenstraße

 

YAHOOS:

Christof Thewes - posaune

Thomas Honnecker - gitarre

Hartmut Oßwald - saxophon

Jörg Fischer - schlagzeug

plus Martin "Schmiddi" Schmidt - ebass

 

 

 

Das seit 1990 existierende, aus renommierten Musikern der Freien Improvisationsszene Süd-westdeutschlands bestehende, legendäre Free Jazz Quartett YAHOOS, dieses Mal verstärkt durch den "Alien" Martin “Schmiddi“ Schmidt am Ebass, garantiert mit seiner über-bordenden Spielfreude einen fulminanten Beginn des ersten Festivaltages.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
 

DELIUS / LILLINGER:

 
Tobias Delius - saxophon, klarinette 
 
Christian Lillinger - schlagzeug

 

 

 

 

Tobias Delius (* 1964 in Oxford, GB) machte ab 1980 in der Jazzszene des Ruhrgebiets erste Spielerfahrungen, spielte und lebte dann zwei Jahre in Mexiko bevor er Teil der Amsterdamer B.I.M.-Huis-Improvisations-Szene wurde. Seit 1990 leitet er ein eigenes Quartett mit Tristan Honsinger, Joe Williamson und Han Bennink; er ist Mitglied von Available Jelly, im ICP-Orchestra, von Sean Bergin's MOB, dem Trio San Francisco, im Quintett von Georg Gräwe und spielte u.a. mit Steve Lacy, Bill Frisell, Louis Moholo, Cor Fuller, Ray Anderson, Jeb Bishop, Steve Beresford und Joe Williamson. Zur Zeit lebt Delius in Berlin und arbeitet mit der dortigen Community um Lillinger, Dörner, Liz Albee...

 

 

 

 

Christian Lillinger (* 1984 in Lübben, D) beginnt mit 16 Jahren ein Schlagzeugstudium an der Dresdner Hochschule für Musik bei Günter „Baby“ Sommer; schon in den letzten Studienjahren zieht er nach Berlin, wo er inzwischen seine künstlerische Heimat gefunden hat. Über die dortige Szene hinaus sorgt Lillinger mit seiner unkonventionellen Spielweise bald für Aufsehen. 2017 wird ihm der SWR Jazzpreis verliehen; Begründung der Jury: „Christian Lillinger ist eine Ausnahmeerscheinung des deutschen Jazz. Couragiert und ideenreich sucht er beständig nach Erweiterungen seines Ausdrucksspektrums – und steht ein für das Nonkonformistische der Kunstform Jazz. Lillingers furioses Schlagzeugspiel ist ebenso klangbewusst wie virtuos und darüber hinaus stilistisch ausgesprochen vielgestaltig. Neben seinen Aktivitäten als Impulsgeber in kollektiv geführten Bands wie Gropper/Graupe/Lillinger, dem Trio Grünen oder den Quartetten Amok Amor oder KUU!, setzte Lillinger in den vergangenen Jahren immer wieder auch starke Akzente als Komponist für sein Sextett Grund“. Lillinger arbeitet außerdem mit bekannten Musikern wie Rolf Kühn, Barre Phillips, Ernst-Ludwig Petrowsky, Wadada Leo Smith, Simon Nabatov, Thomas Lehn, Louis Sclavis, Alexander von Schlippenbach, Urs Leimgruber, John Edwards, William Parker und Tony Malaby.

 

 

MENDOZA / DIKEMAN / GOVAERT plus special guest Barry Guy:

Ava Mendoza - gitarre

John Dikeman - saxophon

Onno Govaert - schlagzeug

 

 

Ava Mendoza (* 1983 in Miami, USA) besuchte das Mills College in Oakland und lebte in den 2000er-Jahren zunächst in Oakland. Die seit 2013 in Brooklyn wohnende Künstlerin, die auch komponiert und Musik für Tanz, Theater und Film schreibt, spielt schon ihr Leben lang Gitarre. Stilistisch bewegt sie sich zwischen progessiver Rockmusik, improvisierter Musik und Free Jazz, was sie als „complex heavy rock, avant jazz and warped, noisy blues“ bezeichnet. Neben ihrer Hauptband „Unnantural Ways“ spielte sie mit Carla Bozulich, Fred Frith, Mick Barr, Nels Cline, Jon Irabagon, Jamaaladeen Tacuma, Tune-Yards, Violent Femmes, Mike Watt, Rova Saxophone Quartett, John Zorn und vielen anderen.

 

 

 

 

 

John Dikeman (* 1983 in Rushville, USA) studierte u.a. in Vermont bei Milford Graves, tourte an der US-Ost-Küste mit Nate Wooley, Mike Pride, Daniel Carter, Tatsuya Nakatani u.a., arbeitete als Profimusiker in Ägypten, Ungarn und Frankreich und zog 2008 nach Amsterdam, wo er das Doek-Festival kuratiert und seitdem mit Joe McPhee, Jeb Bishop, Han Bennink, The Ex, Roy Campbell, Ab Baars, William Parker, Hamid Drake u.a. zusammen-spielt. Seit 2011 macht er Furore mit seinem Freejazztrio „Cactus Truck“, das als eine der aufregendsten Live-Bands der niederländischen Improszene der letzten Jahre gilt.

“He puts fire to the fuse with the Old Testament fury that Charles Gayle displays on his best trio records. More than improvisation or free jazz you hear über-gospel: reeling with religious conviction and tortuous dynamism, with roaring pounding in the low register, split tones and a timbre that is almost torn to pieces.” Guy Peters, Enola.

Onno Govaert (* 1987, Kaatsheuvel, NL) studierte Schlagzeug im Conservatorium of Amsterdam und ist bekannt für seinen spektakulären, innovativen, wie „vom Teufel besessenen“, „post Jim Black“-Stil. Neben seinen regulären Bands – Cactus Truck, Stadhouders/Goavert/deJoode, Feecho – spielt er mit einem breiten Spektrum an kreavtiven Musikern, darunter Ab Baars, Terri Ex, Andy Moore, Ken Vandermark, Theo Loevendie, Dave Rempis, Peter Jacquemyn, Joost Buis und Ig Henneman.
 

 

 

2. festivaltag sa., 24.märz '18, 19:30 uhr:

 

filmhaus

 


RASMUSSEN / LYTTON / GUY:

Mette Rasmussen - saxophon

Paul Lytton - schlagzeug

Barry Guy - bass

 

 

 

Die im norwegischen Trondheim lebende junge Dänin Mette Rasmussen ist zur Zeit als Saxophonistin sehr gefragt. Bekannt geworden durch ihre Mitwirkung in Mats Gustafsson’s Fire! Orchestra, ihr Punk-Jazz Trio Riot und ihr Duo mit Chris Corsano, spielte sie seitdem auch mit zahlreichen Veteranen der Impro-Szene wie Steve Noble, Paul Lovens, Axel Dörner, John Edwards, Craig Taborn und Alan Silva.

"Mette Rasmussen has a remarkably fluid and expressive tone on the alto saxophone. Her playing at times evokes the rich, heavenward clarity of Albert Ayler, at others the throaty roar of Mats Gustafsson. Equally, though, she’s able to sidestep these influences and assert her own individual sound in piercingly high tones and controlled outbursts of free playing." - Viennese Waltz

 

 

 

Paul Lytton (* 1947 in London, GB) wurde seit 1969 als Schlagzeuger im Duo bzw. Trio des Saxophonisten Evan Parker (mit Derek Bailey und seit 1983 dann mit Barry Guy) bekannt. Er war Gründungsmitglied der London Musi-cians' Coop und spielte im London Jazz Composers' Orchestra. Mitte der 1970er Jahre zog er nach Belgien. Bereits seit 1976 spielt er Duos mit seinem Schlagzeugkollegen Paul Lovens, mit dem er im selben Jahr das Label Po Torch Records gründete. Er spielt mit ihm auch im Globe Unity Orchestra zusammen, ist Mitbegründer des King Übü Örchestrü und tritt in Ken Vandermarks Territory Band auf. Lytton ist einer der zentralen Perkussionisten der freien Musikszene in Europa. Seit Beginn der siebziger Jahre entwickelte er eine Vielzahl von eigenen Instrumenten, die er nicht selten mit elektronischer Verstärkung spielt. In seinen langjährigen Koope-rationen mit wichtigen britischen Musikern wie Tony Oxley kreierte er einen unverwechselbaren, energetischen Schlagzeug-Stil, dessen Zentrifugalkraft die Erkundung neuer Klänge bildet.

 

Der Kontrabassist und Komponist Barry John Guy (* 1947 in London) gilt als eine der wichtigsten Musikerpersönlichkeiten der englischen Musik-Avantgarde, arbeitet aber auch mit Christopher HogwoodsAcademy of Ancient Music, dem London Bach Orchestra, der Academy of St. Martin in the Fields, dem New Philharmonia Orchestra und der London Sinfonietta zusammen. Guy spielte mit John Stevens und Trevor Watts im Spontaneous Music Ensemble, im Trio des Pianisten Howard Riley, Gruppen von T. Watts, von Tony Oxley, im Duo mit Peter Kowald, mit Derek Bailey und Paul Rutherford im Trio Iskra 1903 und im London Jazz Composers Orchestra.  Er ist seit 1980 Mitglied des Trios Parker-Guy-Lytton, bildet mit Parker, Eddie Prévost und Keith Rowe die Gruppe ’’Supersession’’ und gehört auch zum von Parker 1992 gegründeten Electro-Acoustic Ensemble. Weiterhin spielt er u.a. im Duo mit Parker und tritt in Trios mit Marilyn Crispell und Paul Lytton oder mit Jacques Demierre und Lucas Niggli sowie mit Agustí Fernández und Ramón López auf. In seinem 1998 gegründeten New Orchestra spielt er mit der Pianistin Marilyn Crispell, den Saxophonisten Evan Parker, Mats Gustafsson und Hans Koch, den Blechbläsern Hannes Bauer, Herb Robertson, Per Åke Holmlander und den Perkussionisten Paul Lytton und Raymond Strid zusammen. Seit 1988 hat Guy mit seiner Frau, der schweizerischen Barockviolinistin Maya Homburger, gemeinsam in barocken Kammermusikkonzerten musiziert; die beiden haben ferner das CD-Label Maya Recordings gegründet und treten zunehmend in genreüberschreitenden Konzerten auf, in denen sowohl Barockmusik als auch Improvisationen zu hören sind.

 

 

RUPP / HONSINGER / BORGHINI / FISCHERLEHNER:

Olaf Rupp - gitarre

Tristan Honsinger - cello

Antonio Borghini - bass

Rudi Fischerlehner - schlagzeug

 

 

 

Olaf Rupp (* 1963 in Saarlouis, D) spielt improvisierte Musik auf akustischer und elektrischer Gitarre. Rupps Art, die Gitarre in einer aufrechten Position zu halten, ist von den chinesischen Pipa-Spielern inspiriert. Er integrierte in sein Spiel Techniken, wie Rasgueados, Tremolos und Arpeggios um damit Oberton- und Cluster-Effekte zu erzielen. Er spielte u.a. mit Paul Lovens, Shoji Hano, Peter Brötzmann, Butch Morris, Lol Coxhill, John Zorn und Michael Wertmüller. Aktuelle Gruppen, in denen er mitwirkt, sind u.a. XENOFOX, ein Duo mit der Cellistin Ulrike Brand, DIE DICKEN FINGER mit Oli Steidle und Jan Roder (auch als Quartett mit Peter Brötzmann) und WEIRD WEAPONS mit Tony Buck und Joe Williamson.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tristan Honsinger (* 1949 in Burlington, USA) übersiedelte 1974 nach Amsterdam, wo er seither an dem ICP-Orchestra von Schlagzeuger Han Bennink und Pianist Misha Mengelberg beteiligt war. Er arbeitete auch mit Derek Bailey, Steve Lacy, Alexander Schlippenbach, Lol Coxhill, Louis Moholo und dem Sänger Mola Sylla. Er war neben Harri Sjöström und Paul Lovens Mitglied des Cecil Taylor Ensemble. Zu seiner Band This, That and the Other, gehörten u.a. Tiziana Simona, Sean Bergin, Toshinori Kondō, Jean-Jacques Avenel und Michael Vatcher. Anfang der 1990er Jahre experimentierte er mit einem durch Schlagzeug verstärkten Streichquartett und arbeitete mit der niederländischen Band The Ex.

 

 

 

 

 

 
 
 
 
 
 
 

Der Doublebassspieler und Komponist Antonio Borghini (* 1977, Mailand, I) zog 2009 nach Berlin und wurde dort Teil der „Echtzeitmusik“-Szene. Er spielt regelmäßig mit namhaften Künstlern der freien Improvisationsszene wie Hamid Drake, David Murray, Anthony Braxton, Butch Morris, Han Bennink, Taylor Ho Bynum, Mary Halvorson, John Tchicai, Alexander Von Schlippenbach, Günter „Baby“ Sommer, Manfred Schoof, Tony Buck, Rudi Mahall, Aki Takase und Sven-Åke Johanson.

 

 

 

 

 
 
 
 

 

Der Schlagzeuger, Komponist und Produzent Rudi Fischerlehner (* 1977 in Oberösterreich) studierte einige Zeit klassische Perkussion in Linz, zieht dann nach Wien, reist nach Afrika und China, verbringt einige Monate in New York und lebt jetzt in Berlin. Zu seinen aktuellen Projekten zählt das Duo Xenofox mit Olaf Rupp, RMF mit Rupp und Matthias Müller, La Tourette mit Tonia Reeh und Fiium Shaarrk. Außerdem spielte er unter anderen mit Gorilla Mask, Parrot´s Feathers mit Matthias Schubert, dem Julie Sassoon Quartet, Erste Stufe Haifisch, Andreas Willers, Dominique Pifarely, Ingrid Laubrock, Frank Paul Schubert, Zsolt Sőrés, Sound8Orchestra und Bonaparte zusammen.

 

 

 

 

 
 

BRÖTZMANN / BENNINK:

Peter Brötzmann - saxophon

Han Bennink - schlagzeug

 

Die vor fünfzig Jahren 1968 mit einem Oktett um Peter Brötzmann und Han Bennink eingespielte Schallplatte MACHINE GUN gilt als eines der provozierendsten Werke der modernen Jazzgeschichte Europas.

 

Peter Brötzmann (* 1941 in Remscheid, D) ist einer der einflussreichsten Musiker des europäischen Free Jazz. Das Saxophonspielen brachte er sich selbst bei. "Eine brutale Gesellschaft provoziert natürlich eine brutale Musik", erklärte Brötzmann und kreierte einen bis dahin ungehörten brachialen Sound. Was die Haltung betrifft, gab es mit den Punks in den Siebzigern eine große Ähnlichkeit, weshalb er von diesen auch als „einer der ersten Punks“ bezeichnet wird. 1961 gründete er mit Peter Kowald und Dietrich Rauschtenberger ein Trio. Er gehörte zu den Gründungsmitgliedern des Globe Unity Orchestra. Seit Ende der 1960er arbeitete er mehrere Jahre im Trio mit Fred Van Hove und Han Bennink. Brötzmann ist einer der Gründer des Plattenlabels Free Music Production in Berlin. Bis in die 1980er Jahre trat er regelmäßig beim Total Music Meeting auf; seit Beginn der 1980er Jahre ist er regelmäßig in den USA und Japan präsent. 1986 wurde er neben Sonny Sharrock und Ronald Shannon Jackson Mitglied von Bill Laswells Jazznoisegruppe Last Exit, mit der er mehrere Alben einspielte. Mit Ken Vandermark aus Chicago und dem Schweden Mats Gustafsson als Kerngruppe seines Chicago Tentetts spielt er seit 2002 im Generationen übergreifenden Trio Sonore. 2004 formiert sich Brötzmann mit Michael Wertmüller und Marino Pliakas zum Trio Full Blast.

 

 

Hendrikus Johannes „Han“ Bennink (* 1942 in Zaandam, NL), der das Schlagzeug immer wieder auch um Gegenstände des Alltags erweitert oder auf einem extrem reduziertem Set gespielt hat, war wesentlich an der Entwicklung des Free Jazz europä-ischer Prägung beteiligt und hat seinen Auftritten auch theatralische und parodistische Wirkungen abgewonnen. 1964 begleitete er Eric Dolphy auf Konzerten in den Niederlanden. Gemeinsam mit Misha Mengelberg und Willem Breuker, mit dem er sowohl im Duo als auch in größeren Formationen arbeitete, gründete er den Instant Composers Pool (ICP-Orchestra), der bis heute als musikereigenes Label fungiert. 1971 war er mit Don Cherry in Europa auf Konzertreise. Er festigte seine international Bekanntheit im Trio Brötzmann/Van Hove/Bennink, das zwischen 1970 und 1975 regelmäßig zusammenspielte (teilweise erweitert um Albert Mangelsdorff). Dann arbeitete er mit Derek Baileys Improvisationsplattform Company (seit 1976) sowie mit zahlreichen anderen Avantgarde-Formationen zusammen. Er ist u.a. auch mit  Eugene Chadbourne, Steve Beresford, Myra Melford, Dave Douglas, Cecil Taylor, Irène Schweizer, Tom Cora, Lee Konitz, Major Holley, Sonny Rollins, Conny Bauer, Johnny Griffin, Ray Anderson, Ernst Reijseger, Michael Moore, Von Freeman und Percy Sledge aufgetreten.

 


 

 

epilog im zing, so., 25.3. märz '18, 11:00 uhr:

café bar zing, rotenbergstraße 37 

   
    JAZZ/FREE/SCHOPPEN zum FREEdvollen Ausklang mit Musikern des Festivals